Tätigkeitsbericht 2010

Behördlicher Sachverständigendienst

  • Von Bau- und Gewerbebehörden wurden Sachverständige der Brandverhütungsstelle zu 1.231 Kommissionierungen herangezogen. Davon entfallen 1.006 auf Bezirkshauptmannschaften, 193 auf Gemeinden und 32 auf sonstige Behörden.
  • 676 Begutachtungen wurden im Zusammenhang mit behördlichen Angelegenheiten getätigt. Dabei handelt es sich hauptsächlich um schriftliche Stellungnahmen in baubehördlichen Bewilligungsverfahren ohne Teilnahme an der Kommissionierung.
  • Eine Überprüfung hinsichtlich der Erfüllung von brandschutztechnischen Auflagen behördlicher Bescheide wurde in 398 Fällen vorgenommen, wozu ein Ortsaugenschein bei den betreffenden Gebäuden erforderlich war.

Feuerbeschau

  • Die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle wurden von fünf Gemeinden zur feuerpolizeilichen Überprüfung entsprechend der Feuerpolizeiordnung herangezogen.
  • Dabei wurden 89 Objekte mit hauptsächlich höherem feuerpolizeilichem Risiko, wie industrielle Betriebsanlagen, Beherbergungsbetriebe oder Versammlungsstätten überprüft.
  • 29 % der Mängel beziehen sich auf Flucht- und Rettungswege, 22 % auf elektrische Anlagen und Geräte, 21 % entfallen auf mangelhafte brandschutztechnische Trennung und Abschlüsse sowie 16 % auf die erste und erweiterte Löschhilfe.

Beratungstätigkeit für Firmen, Planer und Privatpersonen

  • Bei der Planung neuer bzw. bei wesentlichen Änderungen bestehender Gebäude und betrieblicher Anlagen wurden Architekten, Firmenangehörigen oder Zivilpersonen in 465 Fällen eine umfassende Projektsberatung gegeben. Davon entfallen knapp 10 % auf die Beurteilung vorgelegter Brandschutzkonzepte, die vor allem bei größeren Bauvorhaben zur Anwendung gelangen.
  • Während der Abwicklung der Gesamtprojekte kommt es wiederholt zu Anfragen über brandschutztechnische Details, die es abzuklären gilt. Zu dieser Thematik haben die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle 522 weiterführende Beratungen vorgenommen.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Medienanfragen zu speziellen Brandschutzangelegenheiten wurden in 19 Fällen beantwortet, die in Tageszeitungen, durch Internetdarstellungen sowie durch Radio- und Fernsehausstrahlungen veröffentlicht wurden.
  • Weiters wurden fünf Presseaussendungen zu jahreszeitbezogenen bzw. anlassbedingten Angelegenheiten verfasst. Damit konnte ein wichtiger Beitrag zur Anhebung der Brandsicherheit geleistet werden.
  • Die vom Geschäftsführer verfasste mehrjährige Studie über Tote bei Gebäudebränden in Österreich wurde den Vorarlberger Medien sowie in einzelnen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Vortrags- und Schulungswesen

  • Beim Verbandstag des Landesfeuerwehrverbandes, bei verschiedenen Ausbildungslehrgängen für Feuerwehrangehörige an der Landesfeuerwehrschule, beim Vorarlberger Brandschutztag, bei Kursen für Brandschutzorgane, bei Seminaren für Betreiber von Brandmelde- und Sprinkleranlagen, bei Workshops sowie als Vortragende bei mehreren Institutionen wurden insgesamt 98 Fachvorträge gehalten.
  • Die Brandverhütungsstelle war als anerkannte Ausbildungsinstitution für die Organisation und Abwicklung von zehn Veranstaltungen verantwortlich. Daran haben insgesamt 471 Personen teilgenommen.
  • Der Vorarlberger Brandschutztag mit renommierten Vortragenden und einer professionellen Moderation wurde im Kulturhaus in Dornbirn veranstaltet, von 233 Personen besucht und hat ein äußerst positives Echo ausgelöst.
  • Bei zwei Grundausbildungskursen für Brandschutzorgane haben 52 Personen die Prüfung bestanden und sind dadurch in den Besitz eines österreichweit gültigen Brandschutzpasses gelangt.
  • Zwecks praxisnaher Schulung zu den OIB-Richtlinien „Brandschutz“, die auch in Vorarlberg für Neubauten verpflichtend zur Anwendung gelangen, wurden in einem Seminarhotel insgesamt vier Workshops veranstaltet, die von 108 Personen, hauptsächlich aus dem Bereich der Baubehörden und Planer, besucht wurden.

Tätigkeitsbezogene Details

  • Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für Kommissionierungen durch Sachverständige der Brandverhütungsstelle beträgt zwei Stunden. Für Begutachtungen, die außerhalb von Kommissionen stattfinden, ergibt sich eine durchschnittliche Bearbeitungsdauer von ca. 90 Minuten.
  • Die einzelne Beratung im Zusammenhang mit Gesamtprojekten erfordert einen Zeitaufwand von etwa zwei Stunden, jene bei Detailprojekten etwa von 70 Minuten.
  • Zur Brandermittlung, hauptsächlich vom Landeskriminalamt, wurden die Sachverständigen in 16 Fällen herangezogen.
  • Die gesamthaft erfassten telefonischen Fachauskünfte für unterschiedlichste Fragestellungen in brandschutztechnischen Angelegenheiten benötigten einen Zeitaufwand von 500 Stunden.

Personenbezogene Details

  • Bei der Brandverhütungsstelle gibt es 9,5 Dienstposten, und zwar den Geschäftsführer, sieben Sachverständige, eine Sekretärin sowie eine Teilzeitkraft. Das Durchschnittsalter der Bediensteten liegt bei 39 Jahren und die durchschnittliche Zugehörigkeitsdauer beträgt 12 Jahre.
  • Der Geschäftsführer ist für das Amt der Vorarlberger Landesregierung im Sachverständigenbeirat beim Österreichischen Institut für Bautechnik für den Bereich Brandschutz tätig, wofür 19 Sitzungstage außerhalb von Vorarlberg notwendig waren. Der gesamte Zeitaufwand für diesen Tätigkeitsbereich betrug 410 Stunden
  • Pro Mitarbeiter sind durchschnittlich 1,4 Krankheitstage angefallen.
  • Zur Erfüllung ihrer Tätigkeiten im Außendienst mussten von den Mitarbeitern insgesamt ca. 54.500 km zurückgelegt werden.
  • Die Reisetätigkeit innerhalb von Vorarlberg verursachte einen Zeitaufwand von etwa 1.200 Stunden.
201020092008