Tätigkeitsbericht 2019

Behördlicher Sachverständigendienst

  • Die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle nahmen an 862 Kommissionierungen von Bau- und Gewerbebehörden teil. Diese betrafen in 760 Fällen die Bezirkshauptmannschaften und in 68 Fällen die Gemeinden. 34 Verhandlungen wurden für sonstige Behörden getätigt.
  • Die Kommissionierungen verteilen sich auf 476 baubehördliche Bewilligungs- und Schlussüberprüfungsverfahren sowie auf 326 gewerbebehördliche Genehmigungsverfahren. Die restlichen 60 Kommissionierungen entfallen auf spitalsbehördliche, schul-, abfall- und seilbahnrechtliche Verfahren.
  • Im Zusammenhang mit behördlichen Angelegenheiten wurden 972 schriftliche Gutachten erstellt, wovon ca. 75 % auf Bauverfahren entfallen. Darüber hinaus wurde auf Wunsch verschiedener Behörden in 426 Fällen eine Überprüfung hinsichtlich der Umsetzung von brandschutztechnischen Auflagen vorgenommen.

Beratungstätigkeit für Firmen, Planer und Privatpersonen

  • Bei der Planung neuer bzw. bei wesentlichen Änderungen bestehender Gebäude und betrieblicher Anlagen wurden Architekten, Firmenangehörigen und Zivilpersonen in 407 Fällen eine umfassende Projektberatung gegeben. Davon entfallen 16 % auf die Beurteilung vorgelegter Brandschutzkonzepte, die vor allem bei größeren Bauvorhaben zur Anwendung gelangen.
  • Während der Abwicklung der Gesamtprojekte kommt es wiederholt zu Anfragen über brandschutztechnische Details, die es abzuklären gilt. Zu dieser Thematik haben die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle 519 weiterführende Beratungen vorgenommen.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Medienanfragen zu speziellen Brandschutzangelegenheiten wurden in 6 Fällen beantwortet, die in Tageszeitungen, durch Internetdarstellungen sowie durch Radio- und Fernsehausstrahlungen veröffentlicht wurden.
  • Des Weiteren wurden vier Presseaussendungen zu jahreszeitbezogenen Themen wie zu den Gefahren der Heizsaison oder zur Weihnachtszeit verfasst. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Anhebung der Brandsicherheit in Vorarlberg geleistet.

Vortrags- und Schulungswesen

  • Bei eigenen Veranstaltungen für Brandschutzorgane, bei Seminaren für Betreiber von Brandmeldeanlagen, beim Verbandstag des Landesfeuerwehrverbandes, bei verschiedenen Ausbildungslehrgängen im Feuerwehrausbildungszentrum, sowie als Vortragende bei mehreren Institutionen wurden insgesamt 79 Fachvorträge gehalten.
  • Die Brandverhütungsstelle war als anerkannte Ausbildungsinstitution für die Organisation und Abwicklung von sieben Veranstaltungen verantwortlich. Daran haben insgesamt 182 Personen teilgenommen.
  • Bei den Grundausbildungskursen für Brandschutzbeauftragte und Brandschutzwarte haben 59 Personen die Prüfung bestanden und sind dadurch in den Besitz eines österreichweit gültigen Brandschutzpasses gelangt.
  • Durch insgesamt 11 Vorträge bei externen Institutionen erhielten 845 Personen wichtige Informationen über den vorbeugenden Brandschutz.

Tätigkeitsbezogene Details

  • Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für Projektberatungen beträgt jeweils ca. 1,5 Stunden.
  • Die Durchlaufzeit zwischen Posteingang und Erledigung von Projektberatungen beträgt durchschnittlich 12,5 Tage.
  • Zur Brandermittlung wurden die Sachverständigen vom Landeskriminalamt in 17 Fällen herangezogen.
  • Auf Anfrage durch die Gemeinden wurden insgesamt 107 Objekte einer feuerpolizeilichen Überprüfung unterzogen.
  • Durch die Mitwirkung an verschiedenen Expertengruppen für die Erarbeitung von Richtlinien und Gesetzen mussten 260 Stunden aufgewendet werden.

Personenbezogene Details

  • Bei der Brandverhütungsstelle gibt es – seit Jahren unverändert - 9,5 Dienstposten und zwar den Geschäftsführer, sieben Sachverständige, eine Sekretärin sowie eine Teilzeitkraft.
  • Zur Erfüllung ihrer Tätigkeiten im Außendienst mussten von den Sachverständigen insgesamt 34.800 km zurückgelegt werden. Die Reisetätigkeit innerhalb von Vorarlberg verursachte einen Zeitaufwand von etwa 830 Stunden.
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