Tätigkeitsbericht 2020

Behördlicher Sachverständigendienst

  • Die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle nahmen an 560 Kommissionierungen von Bau- und Gewerbebehörden teil. Diese betrafen in 470 Fällen die Bezirkshauptmannschaften und in 56 Fällen die Gemeinden. 34 Verhandlungen wurden für sonstige Behörden getätigt.
  • Die Kommissionierungen verteilen sich auf 305 baubehördliche Bewilligungs- und Schlussüberprüfungsverfahren sowie auf 200 gewerbebehördliche Genehmigungsverfahren. Die restlichen 55 Kommissionierungen entfallen auf spitalsbehördliche, schul-, abfall- und seilbahnrechtliche Verfahren.
  • Im Zusammenhang mit behördlichen Angelegenheiten wurden 936 schriftliche Gutachten erstellt, wovon ca. 71 % auf Bauverfahren entfallen. Darüber hinaus wurde auf Wunsch verschiedener Behörden in 360 Fällen eine Überprüfung hinsichtlich der Umsetzung von brandschutztechnischen Auflagen vorgenommen

Beratungstätigkeit für Firmen, Planer und Privatpersonen

  • Bei der Planung neuer bzw. bei wesentlichen Änderungen bestehender Gebäude und betrieblicher Anlagen wurden Architekten, Firmenangehörige und Zivilpersonen in 395 Fällen eine umfassende Projektberatung gegeben. Davon entfallen 20 % auf die Beurteilung vorgelegter Brandschutzkonzepte, die vor allem bei größeren Bauvorhaben zur Anwendung gelangen.
  • Während der Abwicklung der Gesamtprojekte kommt es wiederholt zu Anfragen über brandschutztechnische Details, die es abzuklären gilt. Zu dieser Thematik haben die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle 477 weiterführende Beratungen vorgenommen.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Medienanfragen zu speziellen Brandschutzangelegenheiten wurden in 11 Fällen beantwortet, die in Tageszeitungen, durch Internetdarstellungen sowie durch Radio- und Fernsehausstrahlungen veröffentlicht wurden.
  • Des Weiteren wurden fünf Presseaussendungen zu jahreszeitbezogenen Themen, wie zu den Gefahren der Heizsaison oder zur Weihnachtszeit, verfasst. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Anhebung der Brandsicherheit in Vorarlberg geleistet.

Vortrags- und Schulungswesen

  • Bei eigenen Veranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie nur sehr eingeschränkt möglich waren, bei verschiedenen Ausbildungslehrgängen im Feuerwehrausbildungszentrum sowie als Vortragende bei externen Institutionen wurden insgesamt 30 Fachvorträge gehalten.
  • Bei den Grundausbildungskursen für Brandschutzbeauftragte und Brandschutzwarte haben insgesamt 31 Personen teilgenommen, wovon 29 Personen die Prüfung bestanden und in den Besitz des österreichweit gültigen Brandschutzpasses gelangten.
  • Durch insgesamt 6 Vorträge bei externen Institutionen erhielten 77 Personen wichtige Informationen über den vorbeugenden Brandschutz.

Tätigkeitsbezogene Details

  • Die Sachverständigen wurden vom Landeskriminalamt in 17 Fällen zu Brandursachenermittlungen herangezogen. Dabei beträgt die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für Augenschein und Berichtserstellung ca. 9 Stunden.
  • Die Durchlaufzeit zwischen Posteingang und Erledigung von Projektberatungen beträgt durchschnittlich 8 Tage.
  • Auf Anfrage durch die Gemeinden wurden insgesamt 103 Objekte einer feuerpolizeilichen Überprüfung unterzogen.
  • Durch die Mitwirkung an verschiedenen Expertengruppen für die Erarbeitung von Richtlinien und Gesetzen mussten 305 Stunden aufgewendet werden.

Personenbezogene Details

  • Bei der Brandverhütungsstelle gibt es – seit Jahren unverändert - 9,5 Dienstposten und zwar den Geschäftsführer, sieben Sachverständige, eine Sekretärin sowie eine Teilzeitkraft.
  • Zur Erfüllung ihrer Tätigkeiten im Außendienst mussten von den Sachverständigen insgesamt 29.600 km zurückgelegt werden. Die Reisetätigkeit innerhalb von Vorarlberg verursachte einen Zeitaufwand von etwa 655 Stunden.
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