Tätigkeitsbericht 2017

Behördlicher Sachverständigendienst und Feuerbeschau

  • Von Bau- und Gewerbebehörden wurden die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle zu 1.091 Kommissionierungen herangezogen. Davon entfallen 921 auf Bezirkshauptmannschaften, 144 auf Gemeinden und 26 auf sonstige Behörden.
  • Die Kommissionierungen verteilen sich auf 581 baubehördliche Bewilligungs- und Schlussüberprüfungsverfahren sowie auf 431 gewerbebehördliche Genehmigungsverfahren. Der Rest von 79 Kommissionierungen entfällt auf verschiedenste Verfahren wie spitalsbehördliche, schul-, abfall- und seilbahnrechtliche Verfahren.
  • 819 Begutachtungen wurden im Zusammenhang mit behördlichen Angelegenheiten getätigt, wovon etwa zwei Drittel auf Bauprojekte entfallen. Eine Überprüfung hinsichtlich der Erfüllung von brandschutztechnischen Auflagen behördlicher Bescheide wurde in 477 Fällen vorgenommen.

Beratungstätigkeit für Firmen, Planer und Privatpersonen

  • Bei der Planung neuer bzw. bei wesentlichen Änderungen bestehender Gebäude und betrieblicher Anlagen wurden Architekten, Firmenangehörigen und Zivilpersonen in 417 Fällen eine umfassende Projektsberatung gegeben. Davon entfallen 13 % auf die Beurteilung vorgelegter Brandschutzkonzepte, die vor allem bei größeren Bauvorhaben zur Anwendung gelangen.
  • Während der Abwicklung der Gesamtprojekte kommt es wiederholt zu Anfragen über brandschutztechnische Details, die es abzuklären gilt. Zu dieser Thematik haben die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle 636 weiterführende Beratungen vorgenommen.
  • Die Betreiber sämtlicher Vorarlberger Pflegeheime erhielten statistische Informationen über Brandereignisse und sogenannte Beinahebrände.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Medienanfragen zu speziellen Brandschutzangelegenheiten wurden in 20 Fällen beantwortet, die in Tageszeitungen, durch Internetdarstellungen sowie durch Radio- und Fernsehausstrahlungen veröffentlicht wurden.
  • Des Weiteren wurden 7 Presseaussendungen zu jahreszeitbezogenen bzw. anlassbedingten Angelegenheiten verfasst. Damit konnte ein wichtiger Beitrag zur Anhebung der Brandsicherheit in Vorarlberg geleistet werden.

Vortrags- und Schulungswesen

  • Beim Verbandstag des Landesfeuerwehrverbandes, bei verschiedenen Ausbildungslehrgängen im Feuerwehrausbildungszentrum, bei Kursen für Brandschutzorgane, bei Seminaren für Betreiber von Brandmeldeanlagen sowie als Vortragende bei mehreren Institutionen wurden insgesamt 102 Fachvorträge gehalten.
  • Die Brandverhütungsstelle war als anerkannte Ausbildungsinstitution für die Organisation und Abwicklung von acht Veranstaltungen verantwortlich. Daran haben insgesamt 156 Personen teilgenommen.
  • Bei den Grundausbildungskursen für Brandschutzbeauftragte und Brandschutzwarte haben 72 Personen die Prüfung bestanden und sind dadurch in den Besitz eines österreichweit gültigen Brandschutzpasses gelangt.
  • Durch insgesamt 10 Vorträge bei externen Institutionen konnten 1.136 Personen wichtige Informationen über den vorbeugenden Brandschutz erhalten.

Tätigkeitsbezogene Details

  • Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für Kommissionierungen sowie für Begutachtungen beträgt jeweils etwa zwei Stunden.
  • Die Durchlaufzeit zwischen Posteingang und Erledigung von behördlichen Begutachtungen umfasst lediglich 20 Tage.
  • Zur Brandermittlung wurden die Sachverständigen in 14 Fällen vom Landeskriminalamt herangezogen.
  • Zu Rechtsvorschriften wurde in 12 Fällen eine entsprechende Stellungnahme verfasst.
  • Die gesamthaft erfassten telefonischen Fachauskünfte für unterschiedlichste Fragestellungen in brandschutztechnischen Angelegenheiten benötigten einen Zeitaufwand von 258 Stunden.

Personenbezogene Details

  • Bei der Brandverhütungsstelle gibt es – seit Jahren unverändert - 9,5 Dienstposten, und zwar den Geschäftsführer, sieben Sachverständige, eine Sekretärin sowie eine Teilzeitkraft.
  • Pro Mitarbeiter ist durchschnittlich lediglich ein Krankheitstag angefallen.
  • Zur Erfüllung ihrer Tätigkeiten im Außendienst mussten von den Mitarbeitern insgesamt ca. 43.500 km zurückgelegt werden. Die Reisetätigkeit innerhalb von Vorarlberg verursachte einen Zeitaufwand von etwa 1.150 Stunden.
  • Im vergangenen Jahr ist der langjährige Geschäftsführer Dr. Kurt Giselbrecht in den Ruhestand getreten. Während seiner Tätigkeit hat er die Brandverhütungsstelle zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb geformt und sich u. a. auch intensiv mit der statistischen Erfassung von Bränden befasst. Für die stets visionäre Arbeitsweise und seinen angenehmen Führungsstil gebührt ihm eine hohe Anerkennung. Seitens der Vorarlberger Landesregierung wurde er für sein Fachwissen und seinen Einsatz mit dem großen Verdienstzeichen ausgezeichnet.
201720162015