Tätigkeitsbericht 2018

Behördlicher Sachverständigendienst

  • Von Bau- und Gewerbebehörden wurden die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle zu 896 Kommissionierungen herangezogen. Davon entfallen 774 auf Bezirkshauptmannschaften, 86 auf Gemeinden und 36 auf sonstige Behörden.
  • Die Kommissionierungen verteilen sich auf 489 baubehördliche Bewilligungs- und Schlussüberprüfungsverfahren sowie auf 337 gewerbebehördliche Genehmigungsverfahren. Der Rest von 70 Kommissionierungen entfällt auf verschiedenste Verfahren wie spitalsbehördliche, schul-, abfall- und seilbahnrechtliche Verfahren.
  • 963 Begutachtungen wurden im Zusammenhang mit behördlichen Angelegenheiten getätigt, wovon mehr als zwei Drittel auf Bauprojekte entfallen. Eine Überprüfung hinsichtlich der Erfüllung von brandschutztechnischen Auflagen behördlicher Bescheide wurde in 475 Fällen vorgenommen.

Beratungstätigkeit für Firmen, Planer und Privatpersonen

  • Bei der Planung neuer bzw. bei wesentlichen Änderungen bestehender Gebäude und betrieblicher Anlagen wurden Architekten, Firmenangehörigen und Zivilpersonen in 379 Fällen eine umfassende Projektsberatung gegeben. Davon entfallen 14 % auf die Beurteilung vorgelegter Brandschutzkonzepte, die vor allem bei größeren Bauvorhaben zur Anwendung gelangen.
  • Während der Abwicklung der Gesamtprojekte kommt es wiederholt zu Anfragen über brandschutztechnische Details, die es abzuklären gilt. Zu dieser Thematik haben die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle 534 weiterführende Beratungen vorgenommen.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Medienanfragen zu speziellen Brandschutzangelegenheiten wurden in 14 Fällen beantwortet, die in Tageszeitungen, durch Internetdarstellungen sowie durch Radio- und Fernsehausstrahlungen veröffentlicht wurden.
  • Des Weiteren wurden acht Presseaussendungen zu jahreszeitbezogenen bzw. anlassbedingten Angelegenheiten verfasst. Damit konnte ein wichtiger Beitrag zur Anhebung der Brandsicherheit in Vorarlberg geleistet werden.

Vortrags- und Schulungswesen

  • Beim Verbandstag des Landesfeuerwehrverbandes, bei verschiedenen Ausbildungslehrgängen im Feuerwehrausbildungszentrum, bei Kursen für Brandschutzorgane, bei Seminaren für Betreiber von Brandmeldeanlagen sowie als Vortragende bei mehreren Institutionen wurden insgesamt 97 Fachvorträge gehalten.
  • Die Brandverhütungsstelle war als anerkannte Ausbildungsinstitution für die Organisation und Abwicklung von sieben Veranstaltungen verantwortlich. Daran haben insgesamt 148 Personen teilgenommen.
  • Bei den Grundausbildungskursen für Brandschutzbeauftragte und Brandschutzwarte haben 57 Personen die Prüfung bestanden und sind dadurch in den Besitz eines österreichweit gültigen Brandschutzpasses gelangt.
  • Durch insgesamt 14 Vorträge bei externen Institutionen konnten 535 Personen wichtige Informationen über den vorbeugenden Brandschutz erhalten.

Tätigkeitsbezogene Details

  • Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für Kommissionierungen sowie für Begutachtungen beträgt jeweils etwa zwei Stunden.
  • Die Durchlaufzeit zwischen Posteingang und Erledigung von behördlichen Begutachtungen umfasst lediglich 20 Tage.
  • Zur Brandermittlung wurden die Sachverständigen in neun Fällen hauptsächlich vom Landeskriminalamt herangezogen.
  • Zu Rechtsvorschriften wurde in 10 Fällen eine entsprechende Stellungnahme verfasst.

Personenbezogene Details

  • Bei der Brandverhütungsstelle gibt es – seit Jahren unverändert - 9,5 Dienstposten und zwar den Geschäftsführer, sieben Sachverständige, eine Sekretärin sowie eine Teilzeitkraft.
  • Pro Mitarbeiter sind durchschnittlich fünf Krankheitstage angefallen.
  • Zur Erfüllung ihrer Tätigkeiten im Außendienst mussten von den Mitarbeitern insgesamt ca. 35.000 km zurückgelegt werden. Die Reisetätigkeit innerhalb von Vorarlberg verursachte einen Zeitaufwand von etwa 1.030 Stunden.
  • Das vergangene Jahr stand für die Sachverständigen der Brandverhütungsstelle auch im Zeichen der erfolgreichen Zertifizierung zu Brandschutzexperten gemäß der EN ISO/IEC 17024:2012 durch die Firma EIPOSCERT, einem Unternehmen der Technischen Universität Dresden.
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